Wusstest du, dass du an nur drei Stellen im Gesicht erkennen kannst, wie dein Partner/deine Partnerin denkt, kommuniziert und wer von euch beiden gerne das Ruder übernimmt?

Du brauchst dafür kein einziges Wort und stattdessen nur deinen Blick.

Als Coach und Ausbilderin für Face-Reading und Psychophysiognomik habe ich in den letzten Jahren sehr viele Menschen mit großer Freude in Sachen Partnerschaft und Beziehungen beraten. Aus meiner Erfahrung weiß ich: Genau diese drei Gesichtsmerkmale machen in Partnerschaften immer wieder den Unterschied.

In diesem Beitrag zeige ich dir, was du an Nase, Ohr und Stirn ablesen kannst und warum dieses Wissen ein echter Game Changer für deine Beziehung sein kann.

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Merkmal 1: Die Nase – wer übernimmt das Ruder?

Die Nase ist im Face-Reading das Ausdrucksareal für die Selbstprofilierung unserer Persönlichkeit im Leben. Sie zeigt, wie wir uns in der Welt positionieren – ob wir intrinsisch motiviert voranschreiten oder eher mit psychologischem Feingefühl erst wirken lassen und dann sanft in die Aktion gehen.

Dabei spielt vor allem die Größe und Präsenz der Nase eine wichtige Rolle.

Nase im Face-Reading

Eine große Nase mit einem kraftvollen Nasenrücken steht für das Talent der Führung. Wer diese Nase trägt, übernimmt ganz natürlich das Steuer. Das Ruder zu übernehmen, Verantwortung zu tragen, Entscheidungen zu treffen und auch gerne in der ersten Reihe zu stehen – das ist für diesen Menschen nicht Anstrengung, sondern ein echtes Talent.

In einer Partnerschaft kann das wunderbar sein. Es kann aber auch zu einer Herausforderung werden – nämlich dann, wenn beide Partner eine kraftvolle, große Nase haben. Sobald beide dieses Führungstalent in sich tragen, entsteht schnell Konkurrenz und das kann in einer Partnerschaft schwierig sein.

Eine kleine, feinere Nase hingegen bringt das Talent der Empathie und Feinsinnigkeit mit sich. Hier ist jemand unterwegs, der nicht diesen Drang nach vorne hat. Kein ständiger Antrieb zur Selbstverwirklichung – sondern eine ganz andere, ebenso wertvolle Energie.

Genau hier wird im Face-Reading deutlich: Das eine ist nicht gut, das andere ist nicht schlecht. Es sind zwei unterschiedliche Kräfte, die sich wunderbar ergänzen können.

Was Face-Reading hier leistet: Es hilft dir, dich nicht in Machtspielen zu verlieren, wenn ihr ähnlich präsente Nasen habt. Und es hilft dir, es nicht zu bewerten, wenn du andere Talente hast als dein Partner oder deine Partnerin. Zufriedenheit und Akzeptanz – von dir selbst und vom Gegenüber – beginnen mit diesem Verständnis.

Merkmal 2: Das Ohr – wie kommuniziert ihr wirklich?

Das Ohr steht im Face-Reading für unsere seelischen Bedürfnisse. Eines der relevantesten Kommunikationstalente, das sich hier zeigen kann, ist das sogenannte innere Kommunikationsvermögen – auch Sprechdenken genannt.

Erkennbar ist es an der inneren Ohrleiste: Wenn sie sich nach vorne herauswölbt – wie auf dem Foto zu sehen – dann ist dieses Talent vorhanden.

Was bedeutet das konkret?

Face Reading Merkmal Ohr

Menschen mit diesem Merkmal denken beim Reden. Sie entwickeln Erkenntnisse durch den Sprachprozess selbst. Das Sprechen ist für sie nicht nur Informationsübermittlung – es ist der Weg, um Klarheit zu gewinnen. Entscheidungen entstehen bei diesen Menschen im Gespräch und nicht im stillen Kämmerlein.

Jetzt stell dir vor, dein Partner oder deine Partnerin hat dieses Talent nicht.

Für ihn oder sie ist ein Gespräch ganz im Gegenteile eine Möglichkeit zur Informationssammlung. Danach braucht er oder sie Rückzug, Stille, innere Verarbeitung und kommt dann mit der Antwort zurück. Das ist nicht gleichgültig oder desinteressiert. Das ist einfach anders gestrickt.

Was passiert, wenn wir das nicht wissen?

Dann entstehen Missverständnisse. Der eine fühlt sich nicht wahrgenommen oder nicht ernst genommen. Der andere fühlt sich überladen oder unter Druck gesetzt. Dabei liegt das Problem gar nicht bei einem von beiden – sondern beim fehlenden Verständnis für die unterschiedlichen Kommunikationsstile.

Die gute Nachricht: Wenn wir es wissen, können wir damit produktiv umgehen. Der Sprechdenker weiß, dass er sich Raum nehmen darf und sollte. Der Partner weiß, dass das kein Angriff ist, sondern ein Bedürfnis. Aus Missverständnis wird dann plötzlich echtes Verständnis.

Kommunikation ist in jeder Beziehung entscheidend – das wissen wir alle. Aber oft wissen wir nicht, wie wir gut miteinander kommunizieren können, wenn wir schlicht unterschiedlich gestrickt sind. Genau hier setzt Face-Reading an.

Merkmal 3: Die Stirn – wer denkt wie?

Die Stirn ist im Face-Reading das Ausdrucksareal für unser Denken. Und auch hier können wir sehr unterschiedlich sein.

Eine hoch aufgebaute Stirn mit Dominanz im oberen Bereich zeigt das Talent des visionären, idealisierten Denkens. Diese Menschen nutzen Fantasie, denken in Bildern und Möglichkeiten – sind manchmal eben auch in diesen gedanklichen Welten unterwegs.

Face Reading Merkmal Stirn

Eine Dominanz in der Unterstirn hingegen bringt das Talent einer sehr guten Beobachtungsgabe mit sich. Diese Menschen sind mit dem Realen, dem Hier und Jetzt hervorragend verbunden. Sie registrieren alles um sich herum, haben ein starkes Gedächtnis für Begebenheiten und tun sich dafür schwer, in die Sphären des Visionierens oder Träumens einzutauchen.

In einer Partnerschaft kann dieser Unterschied zu echten Konflikten führen. „Du verstehst mich nicht“ ist oft genau das, was entsteht, wenn zwei Menschen mit sehr unterschiedlichen Stirnen aufeinandertreffen – ohne zu wissen, warum sie so unterschiedlich denken.

Ein konkretes Beispiel dazu – den Fall von Lisa und ihrem Partner, dessen Beziehung fast auseinandergegangen wäre – findest du in einem separaten Video. [Hier klicken.]

Und was ist mit dem Mund im Face-Reading?

Auch wenn der Fokus dieses Beitrags auf drei Arealen liegt, verdient der Mund noch eine kurze Erwähnung.

Der Mund ist das Ausdrucksareal für unser Gefühls- sowie Genussleben und damit natürlich auch für Kommunikation und Partnerschaft hochrelevant.

Volle Lippen stehen für ein sinnlicheres, gefühlsbetontes Erleben. Schmalere, festere Lippen zeigen das Talent der Disziplin im Gefühlsleben – Launenhaftigkeit ist hier fremd, Diskretion hingegen groß.

Dann gibt es noch eine weitere besondere Form – den Amorbogen, den Lippenschwung – die in Beziehungen für ganz spezifisches Konflikt- und Missverständnispotenzial sorgen kann. Aber auch hier gilt: Dieses Potenzial kann genauso schnell aufgelöst werden, wenn man weiß, womit man es zu tun hat. [Dazu gibt es ein eigenes Video → hier klicken.]

Was sich verändert, wenn du mit Face-Reading hinschaust

Die drei Gesichtsmerkmale – Nase, Ohr und Stirn – zeigen dir etwas Entscheidendes:

Viele Konflikte in Partnerschaften entstehen nicht, weil etwas grundlegend falsch ist. Sie entstehen, weil wir nicht erkennen, wie unser Gegenüber denkt, kommuniziert und was er oder sie wirklich braucht.

Wenn du beginnst, genau das zu sehen, verändert sich dein Blick. Du verstehst schneller. Du reagierst bewusster. Du findest Verbindung, wo vorher Reibung war.

Mehr über Face-Reading in Partnerschaft und Beziehung

Wenn dich das Thema tiefer beschäftigt, dann ist mein neues Buch „Liebe leben – Gesichtsmerkmale verstehen“ genau das Richtige für dich. Darin begleite ich fünf echte Paare auf ihrem Weg und zeige anhand konkreter Analysen, wie Bedürfnisse, Kommunikationsstile und innere Sehnsüchte im Gesicht sichtbar werden.

Beziehungen und Face Reading

Wenn du lieber live erleben möchtest, wie Face-Reading in der Praxis funktioniert – mit Live-Analysen, Einblicken und der Möglichkeit, selbst Fragen zu stellen – dann schau dir meine aktuellen Termine an. Hier gelangst du zu meinen aktuellen Terminen.